Rückblick zum Seminar mit Thema Industrie 4.0 Projektaufbau vom 3 D Model zur Prototypenherstellung mit Betriebsbesichtigung bei Thermoplan AG in 6353 Weggis

Was hat Cappuccino-Schäumchen mit Industrie 4.0 zu tun? Sehr viel sogar, wenn das Forum Blech seine Weiterbildung bei der Thermoplan AG in Weggis durchführt, einem Ort, wo der US-Kaffeegigant Starbucks ein und ausgeht. Angefangen hat die Geschichte von Thermoplan im Jahr 1974, als Domenic Steiner mit seiner Frau Esther die Messe für Gastrobetriebe Igeho besuchte und von den Gastronomen von den Problemen mit den Schlagrahm­automaten hörte. Als Unternehmer und Visionär produzierte Steiner ein handlicheres Schlagrahmgerät, das bald zum Beststeller avancierte und ab dem Jahr 1991 auch Milchschaum für den aufkommenden Cappuccino produzieren konnte. Von da an war es nicht mehr weit bis zu einem modular konstruierten Kaffeevollautomaten. Am 16. Juni 1999 unterzeichnete das damals 38-köpfige Unternehmen den alles verändernden Vertrag mit der Starbucks Company für die Entwicklung und Fertigung eines Kaffeevollautomaten, der die Espressomaschinen weltweit ablösen sollte.

Heute beschäftigt Thermoplan mehr als 280 Mitarbeitende, von denen 20% täglich an Innovationen und neuen Konzepten tüfteln. In der Produktion und Fertigung ist praktisch alles vollautomatisiert: Industrie 4.0 vom 3D Modell bis hin zur Serien-Fertigung. Der richtige Ort, um den Teilnehmern des Academy-Seminars die Praxis in einem Unternehmen zu zeigen.

Doch bevor es soweit war, trafen sich die Teilnehmer im Seehotel du Lac an der Gotthardstrasse 4 in Weggis zu einem ersten theoretischen Block am Vormittag. Anhand einiger Musterteilen aus der Automobil- und Haushaltindustrie erklärte der Seminarleiter Daniel Galasse wie ein Projekt analysiert und aufgebaut wird. Als besonders interessant zeigten sich die Blechteile aus der Kontaktstecker-Elektronik-Industrie, deren Oberflächenbehandlung teilweise aus Edelmetallen wie Silber und Gold waren.

Am Nachmittag erzählte CEO Adrian Steiner einführend die Firmengeschichte, wie aus einer kleinen Produktionsstätte ein internationaler Player mit Schweizer Spitzenqualität wurde, bevor er die Anwesenden durch die Produktions- und Fertigungsstätten der Thermoplan führte. In Fachkreisen oft als „hidden Champion“ bezeichnet, geniesst das Unternehmen mit Schweizer Wurzeln einen ausgezeichneten Weltruf.

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